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Laub kompostieren

Laub kompostieren – So geht’s

Laub kompostierenDie Situation des Laub kompostieren wiederholt sich Jahr für Jahr, wenn mit dem nahenden Winter die Bäume ihre bunten Blätterkleider ablegen. Nach dem Zusammenharken des abgeworfenen Laubes sehen sich Gartenbesitzer mit der Frage nach dessen Beseitigung konfrontiert. Dabei liegt die Lösung so nahe. Am ökonomischsten und ökologischsten ist der Verbleib des Falllaubes vor Ort. Aus ihm lässt sich schließlich wertvoller Humus gewinnen, der später als Dünger und Bodenverbesserer zum Einsatz kommt.

Laub kompostieren – Stoffkreislauf schließen

Statt das angefallene Laub über die Biotonne oder den Recyclinghof zu entsorgen, sind Gärtner gut beraten, ebendieses als Rohstoff zu verstehen und zu kompostieren. Auf diese Weise wird der Nährstoffkreislauf im Garten geschlossen und das Einbringen von Dünger von Außen unnötig. Mit der richtigen Schubkarre ist das zusammengeharkte Laub schnell an den gewünschten Ort transportiert.

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Laub ist nicht gleich Laub

Beim Laub kompostieren gilt es zu berücksichtigen, dass die Zersetzung der einzelnen Laubarten in unterschiedlichem Tempo voranschreitet. Ein beliebiges Vermengen verschiedener Laubarten ist daher nicht sinnvoll. Vergleichsweise schnell verrottet das Blattwerk von Blütensträuchern, Obstgehölzen, Kletterpflanzen, Ahorn, Birke, Eberesche, Erle, Esche, Hainbuche, Linde, Ulme und Weide. Der Rotteprozess beim Laub der Walnuss, Eiche, Buche, Kastanie, Pappel und Platane dauert aufgrund höherer Gerbstoffgehalte länger.

 

Sofern ausreichend Platz im Garten vorhanden ist, können die strukturstabilen und schwer verrottenden Blätter in einem zweiten Haufen kompostiert werden. Unabhängig von der Laubart ist es für eine optimale Rotte förderlich, den Kompost in etwa sechswöchigen Abständen umzuschichten, da dadurch eine gute Durchlüftung gewährleistet ist.

Vorsicht bei krankem Pflanzenmaterial

Bisher fehlt es an verwertbaren Untersuchungen über das Verhalten von Krankheitserregern im Kompost. Auf die Frage, welche Krankheiten die Kompostierung überdauern, gibt es daher seitens der Wissenschaft keine verlässliche Antwort. Auf der sicheren Seite ist der Gärtner, wenn er von Miniermotten befallene Rosskastanienblätter täglich zusammenkehrt und in der Biotonne entsorgt. Hierdurch wird vermieden, dass die Schädlinge im Boden überwintern und im Frühjahr den Baum erneut befallen.

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Die Mischung macht’s

Um aus dem Falllaub im nächsten Jahr perfekten Dünger zu gewinnen, spielt neben der Laubart auch die auf den Komposthaufen ausgebrachte Menge eine wichtige Rolle. Von einem Zuviel an Laubmaterial ist in diesem Zusammenhang abzuraten. Die abgefallenen Blätter verfügen nur noch über einen geringen Gehalt an Nährstoffen, da sie die meisten davon zuvor an die Bäume abgegeben haben.

 

Da aber nur ein ausreichend mit Nährstoffen versorgter Kompost einen guten Dünger ergibt, bedarf es zum Ausgleich der fehlenden Nährstoffe der Zugabe von anderen Garten- und Küchenabfällen. Eine ideale Mischung lässt sich auch durch das Einarbeiten von Rasenschnitt und klein gehäckseltem Hecken- oder Strauchschnitt erzielen.

 

Um Fäulnis zu verhindern, wird das Laub im Wechsel mit anderen Materialien lagenweise auf den Kompost gegeben. Die Höhe einer Laubschicht beträgt idealerweise nicht mehr als fünf Zentimeter. Die Einstreu von Algenkalk, Steinmehl oder Hornspänen zwischen die Lagen trägt zu einer schnelleren Verrottung bei.

 

Der Zersetzungsprozess des Laubes lässt sich auch durch eine möglichst kleinteilige Struktur beschleunigen. Hierzu empfiehlt sich die Verwendung einer bis zur Hälfte mit trockenem Laub gefüllten Regentonne, in welcher das Material mit einem Rasentrimmer zerkleinert wird. Dies bringt zudem den Vorteil mit sich, dass der Gärtner wesentlich mehr angefallenes Laub kompostieren kann.

So gelingt das Laub kompostieren besonders schnell

Für alle, die es besonders eilig haben, selbst gewonnenen Humus auf den Beeten auszubringen, bietet sich ein Thermokomposter an. Seine Funktion gleicht einem normalen Komposthaufen, doch läuft der Rotteprozess aufgrund des geschlossenen Systems und der damit verbundenen Wärmespeicherung wesentlich schneller ab.

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